Eltern-Kind-Zentrum
Universitätsklinikum
Frankfurt a.M.

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Baufeld / Konzeption

Um die angestrebten Synergien und Verbesserungen zu erreichen, ist ein unmittelbarer Anschluß an die bestehende Kinderklinik, Haus 32 unbedingt notwendig. Durch die Lage der Kinderklinik und die im Laufe der letzten Jahre errichteten Zubauten bieten sich jedoch nur eingeschränkte Möglichkeiten zum Neubau des Eltern-Kind-Zentrums.

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Als Grundlage für die städtebauliche Einbindung wurde das derzeitige Entwicklungsszenario in den geplanten unterschiedlichen Bauabschnitten angenommen, dabei wird der Neubau des Eltern-Kind-Zentrums als Weiterentwicklung und Ergänzung des Ensembles Haus 35 verstanden.

Bei der vorgefundenen bestehenden Bebauung des Kerngeländes des Universitätsklinikums handelt es sich um größtenteils Nord-Süd orientierte Baukörper, die einer orthogonalen Grundausrichtung folgen. Entlang der Bahnstrecke löst sich diese Orientierung auf und die Anordnung und Gebäudegeometrie reagiert auf die markante Zäsur des Bahndamms.

Die Anordnung und Geometrie des Neubaus Eltern-Kind-Zentrum werden im wesentlichen von den vorgegebenen Anforderungen sowie aus den maßgeblich formbildenden Icons des Baufeldes entwickelt

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Zur Erlangung der angestrebten funktionalen Zusammenhänge benötigt das Eltern-Kind-Zentrum eine Grundfläche von ca. 2.250 qm Bruttogrundfläche. Ergänzend zu der erforderlichen Grundfläche ist weiterhin die Anbindung an die bestehende Kinderklinik notwendig, da übergreifende funktionale Ambulanz- und Stationsbereiche für den Betrieb des Eltern-Kind-Zentrums erforderlich sind, wie auch eine Anbindung an den neu errichteten Campusplatz. Die im Baufeld vorhandene Versorgungsstation mit ihren umliegenden Versorgungskanälen stellt durch eine nur eingeschränkte Überbaubarkeit ein wesentliches Entwicklungsmerkmal dar.

Konstruktion / Aussenfassade

Um eine zeitnahe Inbetriebnahme des Eltern-Kind-Zentrums sicherzustellen, ist die Herstellung des Gebäudes als Systemmodulbau geplant. Das geplante Gebäude wird aus vorgefertigten Raummodulen hergestellt, die aus einer Rahmenkonstruktion mit den für den jeweiligen Raum bzw. die Raumgruppe erforderlichen Bauteilen wie Decken, Dach, Aussen- und Innenwänden, sowie den darin vormontierten Installationen der Gebäudetechnik bestehen. Die Ausgestaltung der Fassaden bzw. das Erscheinungsbild des Baukörpers erfolgt dabei in konventioneller Bauweise.

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Aus dem Verständnis der Weiterentwicklung und Ergänzung des Ensembles Haus 35 wird der im Kantinengebäude ausgeführte Sockel weitergeführt. Dabei wird sowohl das Material wie auch die Gliederung von Fassadenöffnungen übernommen.

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Das gestaltprägende Motiv der Fassade im 2. und 3. Obergeschoss wurde insbesondere aus der Schutzbedürftigkeit der dahinterliegenden Funktionsbereiche entwickelt. Weiterhin wurden die folgende Themenbereiche als zusätzliche Grundlage der Fassadenentwicklung betrachtet:

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Innerhalb der Funktionsbereiche Neonatologie und OP-Bereich sind eine Vielzahl von unterschiedlichen Räumen mit differenzierten Anforderungen an die natürliche Belichtung vorhanden, sodaß in großen Teilbereichen kein definiertes Fassadenbild im Hinblick auf die Fensteröffnungen möglich ist. Um dieser Erscheinung entgegen zu wirken, wird die Fassade als vorgelagerte Ebene eingesetzt, um ein homogenes Fassadenbild zu erreichen.

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Der Fassadenaufbau erfolgt in vier Montagelagen, bezeichnet als Montagelage: A / B / C / D. Die Höhenposition der einzelnen Lagen sind je Knoten / Befestigungspunkt im Rahmen der weiteren Planung noch festzulegen.

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